Anwendung von Räuchermischungen II

Alle Materialien, welche beim Verbrennen Rauch und Duftstoffe gleichermaßen freisetzen, werden als Räucherwerk bezeichnet.

Dabei kann es sich sowohl um Harze als auch um Kräuter oder Hölzer handeln – diese sind zumeist reich an ätherischen Ölen. Im Handel gibt es Räucherwaren in Form von Räuchermischungen Shop, Räucherstäbchen, Räucherkegeln oder als reine Stoffe wie Harz, Kraut, Holz oder Pflanzenteile zu kaufen.

Drei klassische Formen des Räucherns

Grundsätzlich gibt es drei klassische Formen des Räucherns. Das Räuchern mit Kohle, das Räuchern mit Stövchen und Sieb sowie das Räuchern mit Räucherkegel und Räucherstäbchen. Beim Räuchern mit Kohle verglimmt der Räucherstoff auf spezieller Kohle, die sich in einem feuerfesten Gefäß befindet. Für Kohleräucherungen sind vor allem Harze besonders gut geeignet, da sie in der Gluthitze ihren charakteristischen Duft intensiv entfalten können. Die Räucherkohle wird in Form von runden oder eckigen Tabletten angeboten und besitzen eine Einbuchtung, in die das Räucherwerk eingelegt werden kann. Selbstzündende Tabletten glühen nach dem Anzünden von alleine durch, die Brenndauer beträgt 30 bis 60 Minuten. Feuerfeste Gefäße, die in Frage kommen, sollten aus Ton, Porzellan, Kupfer, Messing oder Stein sein. Damit sich die Wärme besser verteilt, sollte es auch nicht zu klein sein. Dann wird noch feiner Sand (Fluss- oder Meeressand) benötigt, da er das den Räucherwaren entzogene Wasser bei der Räucherung symbolisch ersetzt. Durch den Sand wird die Kohle von untern belüftet und somit für ein gleichmäßiges Abbrennen gesorgt. Zudem ist das Gefäß durch den Sand leichter zu reinigen.

Beim Räuchern mit Stövchen und Sieb wird man ein wenig an das Prinzip von Aromalampen erinnert. Anstatt einer Ölschale wird auf dem Stövchen ein Sieb platziert. So verglimmt die Räuchermischung besonders sanft und so lässt sich außerdem die Intensität der Rauchentwicklung wunderbar über den Abstand zwischen Flamme und Sieb regulieren. Das Räuchern mit einem Siebe eignet sich besonders gut für Kräuter und Räuchermischungen. Räucherstövchen zum Räuchern sind eine gute Alternative zum Räuchern auf Kohle und besonders gut geeignet, um Räucherwerk wie Kräuter, Harze, Hölzer oder Blumen sanft verglühen zu lassen. Hierbei entsteht auch weniger Rauch als beim Räuchern mit Kohle. Das Stövchen besteht dabei aus einem Gefäß aus Ton oder Keramik, auf welches ein feinmaschiges Metallsieb gelegt wird, unter dem ein Teelicht entzündet wird. Nun werden hier nach dem Prinzip der Aromalampe die Räucherstoffe auf das Sieb gelegt und können langsam verglimmen und den angenehmen Duft verströmen.

Das Räuchern mit Räucherkegeln und Räucherstäbchen wird als die einfachste Art des Räucherns angesehen. Das Stäbchen oder der Kegel wird in einen Halter gegeben und an der Spitze angezündet. Nachdem die Flamme ausgeblasen wird, glimmt das Räucherwerk weiter und verbreitet den aromatischen Duft gleichmäßig in der Umgebung.

Hinweise zum Räuchern

Beim Räuchern sollte immer unbedingt auf eine feuerfest Unterlage geachtet werden. Die Räucherung sollte zudem nicht unbeaufsichtigt gelassen werden oder in der Nähe von brennbaren Gegenständen stattfinden.