Räuchern mit heimischen Kräutern

Die Auswahl an Räucherwerk ist gerade in der Räucherwerk Shops überraschend groß. Räuchermischungen kaufen kann man in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen und Kompositionen, für jeden Geschmack und für jeden Bedarf – je nachdem, welchen Duft man bevorzugt und je nachdem, welche Wirkung man damit erreichen möchte. Fertige Kräutermischungen online bestellen ist wohl die einfachste und schnellste Variante, allerdings ist in dem Fall nicht immer gewährleistet, dass es sich auch um die beste Räucher- oder Kräutermischung handelt, denn in manchen Fällen wird dem Räucherwerk auch die eine oder andere künstliche Zutat untergemischt. Wer sichergehen will, dass die Qualität wirklich durchweg hoch ist, kann sich getrocknete Kräuter kaufen und daraus seine eigene Kräutermischungen selber machen. Oder, noch naheliegender: heimische Kräuter sammeln und aus diesen eine Kräutermischungen erstellen. Das ist gar nicht so schwierig. Denn Kräuter und diverse Wildpflanzen findet man schließlich fast überall. Ein Spaziergang im Wald und an der frischen Luft tut gut und hält ganz nebenbei auch fit.

Welche heimischen Kräuter und Pflanzen kann man verräuchern?

Kräuter und Pflanzen, die man verräuchern kann, gibt es viel mehr, als man denkt. Für den Einstieg ist es beispielsweise möglich, Kräuter wie Kamille, Minze, Melisse, Schafgarbe, Beifuß, Salbei oder Johanniskraut zu sammeln. Salbei wird eine leicht desinfizierende Wirkung nachgesagt. Allerdings ist natürlich generell beim Sammeln von Kräutern auch die Jahreszeit mit zu berücksichtigen. Ideal wäre es also, im Sommer, wo am meisten Grünzeug zur Verfügung steht, loszuziehen und die gewünschten Kräuter zu sammeln, diese dann zum Trocknen auszulegen und in der kalten Jahreszeit nach Wunsch beim Räuchern darauf zurückzugreifen.

Abgesehen von Kräutern kann man auch Teile von Wacholder, Baldrianwurzeln, Mistelbeeren, Holunderbeeren und Wurzeln sowie Blätter der Thujapflanze zum Räuchern verwenden. Der Phantasie sind diesbezüglich fast keine Grenzen gesetzt. Hauptsache, es macht Spaß – und Kräutermischungen selber machen macht eigentlich immer Spaß, es verhilft zu innerer Ruhe und bietet obendrein Raum für Kreativität.

Räuchern mit Gewürzen

Zwar sind nicht alle Gewürze, die man im Küchenregal stehen hat, heimisch, verräuchern lassen sich aber fast alle davon. Im Grunde genommen kann man auch jede selber gemachte oder fertig gekaufte Kräutermischung aufpeppen, indem man beispielsweise einfach etwas Zimt oder Nelken untermischt. Dadurch ergibt sich ein herrlich winterlicher Duft, der die Seele und den Körper von innen wärmt. Heimisch wären hier in der Gewürzschublade zum Beispiel der Liebstöckel oder die Kamille. Ebenfalls eine Möglichkeit, wenn auch nicht unbedingt heimischer Herkunft, ist das Verräuchern von abgelaufenen Tee-Mischungen. Hierbei kommen oft ganz besondere Dufterlebnisse zum Vorschein!

Um ein entsprechendes Grundwissen im Bereich „Kräutermischungen selber machen“ zu erlangen, empfiehlt es sich, einen speziellen Kurs zu besuchen. In vielen Städten werden Kräuterwanderungen angeboten oder auch Kurse, in denen das Grundwissen zum Thema Räuchern vermittelt wird. Für alle, die gerne regelmäßig räuchern und sich ihre getrockneten Kräuter nicht im Onlineshop oder Laden kaufen, sondern ihre Kräutermischung selber machen wollen, eine interessante Option!

Im Übrigen gibt es zum Thema Räuchern mit heimischen Kräutern auch wirklich gute Literatur, die einem dieses Thema näher bringt und den Spaß am Zusammenstellen von Kräutermischungen umfangreich erläutert.