Wie räuchert man?

Das Räuchern hat seine Ursprünge bereits bereits im alten Ägypten. Räuchern ist das Anzünden und anschließende Verbrennen oder Verglühen des Räucherwerks auf glühender Kohle. Meist wurden dafür bestimmte Kräuter benutzt. Durch das Räuchern werden verschiedene Inhaltsstoffe und damit verbunden Gerüche freigesetzt. Einige der Gerüche haben eine heilende Wirkung, manche eine spirituelle. Heilende Kräuter werden auch teilweise heute noch von australischen oder amerikanischen Stämmen wie die Aborigines oder von Indianern angezündet. Sie verfolgen damit ihre jahrelangen Rituale. In unserer Zivilisation wird Räucherwerk überwiegend in der Esoterik in Form von Räucherstäbchen, Räucherkegel oder mit Hölzern und Harzen benutzt.

Handhabung des Räucherwerks

Räucherware wie Kegel oder Stäbchen sind in ihrer Handhabung sehr leicht und können von jedem benutzt werden. Das Verglühen von Räuchern oder Harzen auf glühender Kohle ist ein spezielles Verfahren und sollte nur von echten Kennern durchgeführt werden. Grundzutat jeder Räuchermischung sind bestimmte Hölzer, Wurzeln, Kräuter und Harze. Es gibt eine Vielzahl von Pflanzen und noch viel mehr Anlässe, sie anzuzünden, um ihre Wirkung zu entfalten.

Räuchern mit Kohle

Bevor geräuchert werden kann, müssen sämtliche Zutaten in einem Mörser gemischt und gründlich zerstoßen werden. So kann das Räucherwerk gut für den Gebrauch portioniert werden. Wichtig ist das ausgewogene Verhältnis von den benutzten Pflanzen und den Harzen, damit die Aromen sich frei entwickeln können. Außerdem wird das Räucherwerk so nur langsam verbrannt. Wer nicht so gerne selber mischen möchte, findet in vielen Shops fertige Räuchermischungen. Die fertigen Mischungen müssen in ein Gefäß gegeben werden. Dafür eignen sich am besten feuerfeste Gefäße mit einem stabilen, festen Untergrund. Besonders sind dafür Gefäße aus Ton, Stein oder Metall geeignet. Wer ein Räuchergefäß mit Gitterrost hat, braucht sich um nichts weiter zu kümmern, wer eines ohne Gitter hat, füllt nun Meersalz hinein. Dies sorgt für die nötige Hitze. Jetzt wird die Holzkohletabletten vorsichtig an einer Kerze angezündet und auf den Rost oder das Salz platziert. Ist die Kohle bereits heiß und grau, dann erst die Mischung in das Gefäß geben. Am sichersten ist es, wenn die Mischung mit einem Teelöffel aufgelegt wird.

Es gibt Kräuter, die ohne Kohle oder eine Kerze brennen. Das sind zum Beispiel Beifuß oder Salbei. Diese eignen sich sehr gut für eine Haus- oder Wohnungsreinigung. Dafür die Kräuter in die feuerfeste Schale geben, anzünden und wenn es anfängt zu glühen, den Rauch ein wenig anpusten. Wenn das Rauchwerk jetzt glimmt, mit der Schale langsam durch jedes Zimmer gehen und den Rauch verteilen.